Dankeschön

Gestern bekam ich eine E-Mail. Eigentlich habe ich den Tag über verteilt mehrere erhalten, aber das Besondere an dieser Nachricht war der Inhalt: ein Dankeschön. Der Kunde hatte sich nach dem Eingang von fünf bestellten Texten mit einem Danke und einem kurzen Feedback, dass die Artikel so in Ordnung gewesen wären, bei mir gemeldet. Erst in diesem Moment ist mir aufgefallen, wie selten das heutzutage ist.

Viele Redakteure, Grafiker, Webdesigner und PR-Manager nehmen die beauftragten Texte stumm in Empfang. Es kommt weder ein Danke noch ein Lob zurück. Selbst Kritik höre ich kaum. Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist der Druck in den Redaktionen, Agenturen und PR-Abteilungen so hoch, dass für ein bisschen Freundlichkeit die Zeit fehlt. Möglicherweise spiegelt das auch den Umgangston wider, der in den Unternehmen herrscht – oder ich habe schlichtweg Pech, überdurchschnittlich oft auf extrem wortkarge Menschen zu treffen.

Was auch der Grund sein mag, ich habe mich gestern jedenfalls noch lange über das nette Dankeschön gefreut und gebe es bei nächster Gelegenheit gerne an die Autoren weiter, die mir ihre Texte zum Redigieren und Weiterleiten an die Redaktionen schicken.

 

Foto: Sandra Konold

Kathmandu, Nepal, Oktober 2006: Ein Mädchen im inneren Zwiegespräch früh morgens. Ob es um einen Wunsch, um Fragen oder einen Dank geht? Die Nichtregierungsorganisation ‚People in Need‘ kümmert sich um Mädchen, die aufgrund unglücklicher Umstände zu Straßenkindern geworden sind und beherbergt sie in ihrem Schutzhaus.

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