Blackout-Poetry-Maike-Frie

Blackout Poetry

Blackout Poetry ist eine Kreativitätstechnik, mit der sich Versteckte Verse in alten Büchern oder Zeitschriften finden lassen. Durch eine Kollegin vom Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen, bin ich darauf aufmerksam geworden – und habe es gleich für mich und für meine Schreibwerkstätten ausprobiert.

Denn das ist das schöne an Blackout Poems: Man kann sofort loslegen, ohne sich vorher groß einarbeiten oder Material kaufen zu müssen.

Was braucht man für Blackout Poetry?

  • alte Bücher oder Zeitschriften (möglichst mit großzügigem Schriftbild)
  • Filzstifte (oder andere Stifte, aber Filzstifte überdecken alles, was man ausblenden möchte, am besten und lückenlos)
  • eventuell Lineal, Schere und Korrekturband (um die Wörter zu überkleben, die man nicht schwärzen möchte)

Wie entdeckt man Versteckte Verse?

Man legt eine bedruckte Seite vor sich und schaut, welche Wörter oder Satzteile einen anspringen. Diese kreist man am besten zunächst mit Bleistift ein, bis man einen neuen Text gefunden hat. Alles andere auf der Seite wird dann ausgestrichen, komplett geschwärzt oder kunstvoll gestaltet. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Besonder schön ist es, wenn die Gestaltung zum neuen Kürzesttext passt …

Wenn man möchte, kann man Blackout Poems anschließend als Schreibimpuls nutzen  – und so entstehen noch einmal ganz neue Texte.

Wo findet man mehr Informationen über Blackout Poetry?

Über Suchmaschinen lassen sich schnelle eine Menge Bilder aufstöbern, die die eigene Phantasie noch mal richtig in Schwung bringen können, um eigene Blackout Poems zu entwickeln. Zielgerichtet findet man hier etwas:

  • Dirk Bathen hat einen Artikel dazu verfasst, wie sich Blackout Poetry in Workshops einsetzen lassen. Er hat auch zwei Bücher mit Blackout Poems veröffentlicht und verweist auf amerikanische Künstler, die schon länger Blackout Poetry betreiben.
  • A&O schildert eine genaue Anleitung dazu, wie sich Versteckte Verse entdecken lassen. Unter #verstvers veröffentlicht sie auch Bilder in den Sozialen Medien.
  • Im April ist ein Artikel von mir zu Blackout Poetry im Autorennewsletter The Tempest erschienen. Weitere Bilder und Beschreibungen von mir finden sich im Blog meiner Internetseite.

 

Foto und Text: Maike Frie