Anker-Ausschnitt-Maike-Frie

Lebensanker

Dass das Wort Anker eigentlich von etwas Gebogenem, Gekrümmten abstammt und somit denselben Ursprung wie eine Angel hat, die ja etwas herausreißt, passt für mich nicht so gut. Ein Anker hat für mich etwas Schweres, versinnbildlicht einen festen Halt, so wie Wurzeln, die schwer auszureißen sind, aber auch eine starke Kette, die einen auf den Boden der Tatsachen zurückbringen kann.

Angesichts vieler aktueller Debatten über entwurzelte Menschen auf der Flucht und der “Frieden“-Beiträge von Sandra Konold auf diesem Blog denke ich wieder häufiger darüber nach, was die Anker in meinem Leben sind. Und freue mich darüber, dass ich welche habe: Familie und Freunde, eine vertraute Umgebung und Dinge, die mir Freude bereiten. Nette Erlebnisse und freundliche Worte von anderen.

Und ich nehme mir vor, auch wieder häufiger ein Anker für andere zu sein: zugewandt und zuverlässig.

 

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