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Motivation

Die richtige Motivation macht den Unterschied

Schon längst dachten wir, es sei an der Zeit, dass unsere Jüngere endlich die Uhr lesen lernt. Aber für sie war das nie wichtig. Sie kann ihren Digitalwecker lesen und weiß somit, ob schon Aufstehzeit ist. Mehr Informationen für den Tag braucht sie nicht. Vielleicht kann sie auch am Sonnenstand die Tageszeiten erkennen – oder so ähnlich. Auf jeden Fall war es für sie nichts Erstrebenswertes, eine Uhr mit Zeigern lesen zu können. Denn für sie ist es nicht wichtig, ob es ein wenig früher oder später ist.

Der satarnarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch von Michael Ende

Und dann kamen die Weihnachtsferien und viel gemeinsame freie Zeit – also Lesezeit. Wir haben Michael Endes Wunschpunsch gelesen. Ein schöner Text darüber, wie Tiere in der Silvesternacht die größten “Menschereien” in Bezug auf unsere Umwelt verhindern.

Jedes Kapitel ist mit einer Uhr überschrieben, denn die Geschichte spielt am Silvesterabend zwischen 17 Uhr und Mitternacht. Da Eltern ja nur dazu auf der Welt sind, um ihren Nachwuchs zu triezen, habe ich ab dem zweiten Kapitel nur noch weitergelesen, wenn meine Tochter mir die entsprechende Uhrzeit ansagt. Und siehe da: Innerhalb von einem Tag war ihr alles mit dem kleinen und dem großen Zeiger, mit den Fünfminuten-Päckchen und den Kuchen-Hälften und -Vierteln klar. Weil sie unbedingt noch ein Kapitel und noch ein Kapitel vorgelesen bekommen wollte – und weil sie nun selbst beschlossen hatte, dass es so wild nicht sein könne mit den Uhrzeiten und sie diese jetzt lernen würde.

Alles hat seine Zeit

Was ich daraus gelernt habe: Alles hat seine Zeit. Die richtige Motivation ist entscheidend für den Lernerfolg.

Und von meiner Tochter habe ich – mal wieder – gelernt, dass es besser ist, sich nicht immer alles von außen – sei es von anderen Menschen oder von der Uhr – diktieren zu lassen.