Raumkunst

Der Coppenrath Verlag in der Alten Feuerwache

In der Alten Feuerwache am Hafen in Münster ist der Coppenrath Verlag zu Hause. Wer die Gelegenheit hat, dort einmal durch die Tore zu schlüpfen, durch die früher die Feuerwehrwagen gerollt sind, sollte diese unbedingt nutzen.

Und wer jetzt die Nase rümpft und denkt, dass er zu alt für Prinzessin Lillifee ist, oder überlegt, was an Verlagsbüros so spannend sein soll, dem sei gesagt: Es lohnt sich!

Alte-Feuerwache-Münster-Coppenrath-VerlagNormalerweise sind die Tore verschlossen, durch deren große Fensterfronten man einen Blick in die Ausstellungsräume des Verlages werfen kann. Dort werden nur Buchhändler und Geschäftspartner herumgeführt, um einen Eindruck davon zu bekommen, was das Sortiment alles umfasst und wie es präsentiert werden kann. Zu besonderen Anlässen kommen aber auch andere hinein. Ich war zum Beispiel einmal mit dem Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren dort und in diesem September bei der Präsentation von Jutta Wilkes neuem Jugendroman “Roofer”.

Beide Male sind wir vom Pressesprecher durchs Haus geführt worden – tatsächlich durch die Verlagsbüros, die jedoch wesentlich spannender als andere Büros sind, weil überall Dinge aus dem Sortiment des Verlages herumstehen und auch tatsächlich genutzt werden. Und außerdem durch den Schlauchturm, in dem früher die Schläuche zum Trocknen aufgehängt wurden. Hier hat Verlagschef Wolfgang Hölker eine Wohnung eingerichtet, die für Fotoshootings genutzt werden kann. In einer Etage befindet sich ein Kinderzimmer, in einer anderen ein Bad, darüber gibt es ein Schlafzimmer, noch ein Kaminzimmer usw. Jedes dieser Zimmer ist vollgestopft mit einem “Sammelsurium von allem”, wie es meine schwer beeindruckte Tochter bezeichnet hat. Vollgestopftes Sammelsurium klingt jedoch viel zu negativ für die stilvolle und bewusst auf Stilbrüche setzende Zusammenstellung von Dekorationsartikeln. Von überall her bringt Wolfgang Hölker Kunstgegenstände mit. Riesige Gemälde, Teppiche, künstliche Tierköpfe, Möbel, Trommeln, ein beleuchtetes Kirchturmuhrwerk und lauter Kleinigkeiten, die dieses Gebäude zu einem ganz besonderen (Arbeits-)Ort machen. Auf der Verlagsseite finden sich ein paar Impressionen und Erläuterungen zur Geschichte der Feuerwache.

Mein Tipp also: Wenn wieder einmal eine Lesung mit anschließender Führung dort stattfindet oder sich sonst eine Gelegenheit bietet – hingehen!

 

 

2 Gedanken zu „Raumkunst&8220;

  1. Hallo Maike,
    als Münsteraner, der im Hafenviertel wohnt, würde ich da gerne eine Führung mitmachen. Ich war schon mal im Coppenrath Verlag, aber damals waren sie noch im Hafenspeicher zu Hause.
    Wann ist denn wieder eine Lesung? Falls Du mal was hörst, sage mir doch einfach mal Bescheid :-)
    Viele Grüße
    Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,
      tja, da verfüge ich leider über kein Insider-Wissen …
      Die Lesung, bei der ich war, die war ganz klassisch auf der Internetseite angekündigt – und da sie an einem Verlags-Aktions-Tag war, gab es die anschließende Führung. Und meine erste Führung war eine geschlossene Gruppenveranstaltung.
      Aber ich sage gerne Bescheid, wenn ich was husten höre …

      Viele Grüße
      Maike

      PS: Dafür kenne ich das Gebäude im Hafenspeicher nicht, das auch immer mal wieder erwähnt wurde …

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