Blick-auf-den-Zürichsee

Zürich

Das Literaturhaus Zürich stellt jeden Monat eine Schreibaufgabe, deren Gewinner als Monatstext auf der Internetseite veröffentlicht wird. Im Februar 2017 habe ich mit meinem Text “Der Karton” diese Ausschreibung gewonnen.

Lesung im Literaturhaus Zürich

Literaturhaus-ZürichZu Beginn des Folgejahres werden alle Monatsgewinner traditionell vom Literaturhaus zu einer Lesung nach Zürich eingeladen. So saßen wir zu elft – eine konnte leider nicht kommen, weil sie stattdessen einen Theaterauftritt absolvierte – in der ersten Reihe des recht gut besuchten Veranstaltungssaals im Literaturhaus. In kleinen Gruppen kamen wir auf die Bühnen, lasen unsere Texte – zum Teil Ausschnitte daraus – und bekamen Fragen zu unserer Geschichte bzw. unserem Schreiben gestellt. Anschließend gab es einen Apéro riche mit Saft und Wein, Brot, Käse und Oliven – und viele Gespräche. Eine rundum gelungene Veranstaltung und eine nette Möglichkeit zum Austausch mit anderen Schreibenden.

Stadtbummel durch Zürich

Zürich-AltstadtFür mich auch eine gute Gelegenheit, die Stadt Zürich kennenzulernen, denn dort war ich nun zum ersten Mal. Schön, dass das Literaturhaus direkt an der Limmat gelegen ist und sich die Altstadt gut zu Fuß erschließen lässt. So habe ich durch die Zugfahrt und eine Rundfahrt auf dem Zürichsee einiges von Landschaft und Umgebung mitbekommen und durch stundenlanges Umherstreifen einiges vom Innenstadtleben.

Ein klassisches Raclette-Essen durfte da natürlich nicht fehlen. Ein Besuch in einer Bibliothek natürlich auch nicht. Und viele Aus- und Einblicke in historische Stätten, von denen es in Zürich reichlich gibt. Was sich mir in der Kürze der Zeit am meisten eingeprägt hat, ist das Neben- und Miteinander so vieler Unterschiedlichkeiten: Sprachen und Kleidungsstile, Einheimische und Touristen, Kioske voller Sammelsurium neben edlen Boutiquen und Läden mit besonderen Handarbeiten – und an jeder Ecke ein oder mehrere Coiffeur(e). Wer sich bei denen alles ständig die Haare schneiden lassen soll, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Aber vielleicht lag das auch nur an der Jahreszeit, in der die meisten Frisuren unter Mützen verschwunden waren …

PS: 2017 wurden übrigens erste Sätze aus veröffentlichten Büchern – zum Teil bekannte Werke von Astrid Lindgren oder (in meinem Fall) Friedrich Dürrenmatt – als Schreibimpuls genommen. Sie galt es zu einer eigenen Kurzgeschichte zu vervollständigen.

Der Schreibwettbewerb für 2018 läuft. In diesem Jahr sind es Bildimpulse, die zum Schreiben inspirieren sollen. Mehr zu den bisherigen Gewinnern und den aktuellen Ausschreibungen gibt es auf der Internetseite des Literaturhauses Zürich.